Inhalt
- 1. Was ist SharePoint?
- 2. SharePoint als Intranet
- 3. Dokumentenmanagement ohne Chaos
- 4. Was Sie beachten müssen
- 5. Vom Netzlaufwerk zu SharePoint: so gelingt der Umzug
- 6. Ein Intranet, das genutzt wird
- 7. Ein typisches Szenario
- 8. So bauen Sie Ihr Intranet auf
- 9. Aufwand realistisch einschätzen
- 10. Was ein gutes Intranet ausmacht
- 11. Kurz zusammengefasst
- 12. Fazit
SharePoint ist in Microsoft 365 bereits enthalten, wird aber von vielen KMU kaum genutzt. Dabei kann ein gut eingerichtetes SharePoint-Intranet die interne Kommunikation, Dokumentenverwaltung und Zusammenarbeit erheblich verbessern.
Was ist SharePoint?
SharePoint ist eine webbasierte Plattform für Dokumentenmanagement, Zusammenarbeit und Wissensmanagement. In Microsoft 365 dient SharePoint als gemeinsamer Datenspeicher für Teams: Wenn Sie einen Kanal in Microsoft Teams erstellen, wird automatisch eine SharePoint-Bibliothek im Hintergrund angelegt.
SharePoint als Intranet
Mit SharePoint Modern Experience können Unternehmen ansprechende Intranet-Seiten ohne Programmieraufwand erstellen. Unternehmensstart-Seite mit Neuigkeiten, Abteilungsseiten, Wissensdatenbanken, FAQ-Seiten und Dokumentenarchive sind schnell eingerichtet. Ein KMU-Intranet kann in zwei bis drei Wochen produktiv sein.
Dokumentenmanagement ohne Chaos
SharePoint löst das klassische Problem des Datei-Chaos auf Netzlaufwerken: versionierten Dokumente, kontrollierte Zugriffsrechte, Volltextsuche über alle Dokumente und automatische Benachrichtigungen bei Änderungen. Dokumente, die in SharePoint liegen, sind aus Teams, Outlook und dem Browser erreichbar.
Was Sie beachten müssen
SharePoint ist mächtig, aber auch komplex. Ein schlechtes Informationsarchitektur führt zu Chaos statt Ordnung. Investieren Sie Zeit in die Planung der Struktur, bevor Sie loslegen. Klären Sie, welche Dokumente wohin gehören und wer Zugriff auf was hat. Ein externer Berater kann diese Planung erheblich beschleunigen.
Vom Netzlaufwerk zu SharePoint: so gelingt der Umzug
- Vorher aufräumen: Alte und doppelte Dateien gar nicht erst mitnehmen.
- Struktur nach Abteilungen und Projekten statt tiefer Ordnerbäume.
- Berechtigungen über Gruppen vergeben, nicht für einzelne Personen.
- Lange Pfade und Sonderzeichen in Dateinamen vorab bereinigen.
- Das alte Laufwerk nach dem Umzug schreibgeschützt lassen, dann abschalten.
Ein Intranet, das genutzt wird
Ein Intranet lebt von Aktualität. Planen Sie wenige, klar zuständige Personen für Neuigkeiten und eine Startseite mit den Dingen, die wirklich täglich gebraucht werden: Telefonliste, Formulare, Ansprechpartner, wichtige Termine. Je weniger Klicks bis zur gesuchten Information, desto besser wird das Intranet angenommen.
Ein typisches Szenario
Ein häufiges Beispiel: Ein Handwerksbetrieb mit zwanzig Mitarbeitenden verteilt Informationen per Rundmail, Aushang und WhatsApp-Gruppe. Formulare liegen in drei Versionen auf dem Server, und neue Kolleginnen fragen ständig, wo was zu finden ist. Mit einem schlanken SharePoint-Intranet gibt es eine Startseite mit Neuigkeiten, eine Seite mit aktuellen Formularen, ein Telefonbuch und eine Einarbeitungsseite für neue Mitarbeitende. Wer etwas sucht, findet es an einem Ort, auch auf dem Smartphone.
So bauen Sie Ihr Intranet auf
- Ziele klären: Was sollen Mitarbeitende dort finden?
- Mit wenigen Seiten starten: Neuigkeiten, Dokumente, Ansprechpartner.
- Zuständige für Inhalte benennen.
- Berechtigungen über Gruppen steuern, nicht über Einzelpersonen.
- Intranet in Teams als Registerkarte einbinden.
- Nach einigen Wochen Rückmeldungen einholen und nachbessern.
Aufwand realistisch einschätzen
Ist Microsoft 365 bereits im Einsatz, entstehen für SharePoint keine zusätzlichen Lizenzen. Eine einfache Startseite mit den wichtigsten Bereichen ist für kleine Unternehmen in wenigen Tagen eingerichtet. Den größten Aufwand macht meist die Übernahme vorhandener Dokumente, weil dabei gleich aufgeräumt werden sollte. Diese Gelegenheit lohnt sich: Doppelte und veraltete Dateien verschwinden, und die neue Struktur bleibt übersichtlich.
Was ein gutes Intranet ausmacht
- Eine Startseite mit den drei bis fünf wichtigsten Einstiegen.
- Aktuelle Neuigkeiten mit Datum und Ansprechpartner.
- Eine verlässliche Suche, die Dokumente und Seiten findet.
- Gute Darstellung auf dem Smartphone.
- Klare Zuständige für jeden Bereich.
Ein Intranet lebt davon, dass es aktuell bleibt. Veraltete Neuigkeiten auf der Startseite signalisieren, dass sich niemand kümmert, und schon kehren die Mitarbeitenden zur Rundmail zurück. Hilfreich ist ein fester Rhythmus, etwa eine kurze Meldung pro Woche, und eine jährliche Durchsicht aller Seiten. Feedback lässt sich ganz einfach über ein Formular auf der Startseite einsammeln.
Kurz zusammengefasst
- SharePoint ist in vielen Microsoft-365-Tarifen enthalten.
- Klein anfangen und schrittweise erweitern.
- Inhalte brauchen feste Zuständige.
- Beim Umzug alter Dateien gleich aufräumen.
Fazit
Für Unternehmen mit Microsoft 365 ist SharePoint die natürliche Wahl für Intranet und Dokumentenmanagement. Richtig eingerichtet, spart es Zeit, reduziert Versionschaos und verbessert die interne Kommunikation.
Häufige Fragen
Ist SharePoint in Microsoft 365 enthalten?
In den Business-Tarifen ist SharePoint Online enthalten. Zusätzliche Lizenzen sind für ein Intranet in der Regel nicht nötig.
Kann man Dateien weiterhin im Explorer öffnen?
Ja, über die OneDrive-Synchronisierung erscheinen SharePoint-Bibliotheken im Datei-Explorer, ähnlich wie ein Netzlaufwerk.
Wie werden SharePoint-Daten gesichert?
Microsoft bietet begrenzte Wiederherstellung. Für längere Aufbewahrung und einfache Rücksicherung empfiehlt sich ein zusätzliches Backup.
Ist SharePoint nicht zu kompliziert für kleine Unternehmen?
Mit moderner Oberfläche und einer klaren Struktur nicht. Wichtig ist, nur die Funktionen einzurichten, die wirklich gebraucht werden.
Können externe Partner auf SharePoint zugreifen?
Ja, über Gastzugänge oder Freigabelinks. Das sollte bewusst eingestellt werden, damit nur ausgewählte Bereiche geteilt werden.
Kann SharePoint den Dateiserver ersetzen?
In vielen kleinen Unternehmen ja. Ausnahmen sind sehr große Dateien, etwa aus CAD oder Videoschnitt, und Fachanwendungen, die ein Netzlaufwerk erwarten.
Was ist Viva Connections?
Viva Connections bringt das SharePoint-Intranet direkt in Microsoft Teams, inklusive Neuigkeiten und wichtiger Verknüpfungen. Mitarbeitende müssen dann keine eigene Seite öffnen, sondern finden die Informationen dort, wo sie ohnehin arbeiten, auch in der mobilen App.
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