Inhalt
- 1. Warum das Ende des Windows-10-Supports ernst zu nehmen ist
- 2. Windows 11 Hardwareanforderungen
- 3. Migration vs. Geräteerneuerung
- 4. So planen Sie die Migration
- 5. Stand heute: Windows 10 ohne kostenlose Updates
- 6. Checkliste für die Umstellung
- 7. Ein typisches Szenario
- 8. Was Mitarbeitende wissen sollten
- 9. Aufwand realistisch einschätzen
- 10. Hardware-Voraussetzungen prüfen
- 11. Kurz zusammengefasst
- 12. Fazit
Microsoft beendet den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025. Ab diesem Datum gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Für Unternehmen bedeutet das: Entweder Windows 11 einführen oder bezahlten Extended Support kaufen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln.
Warum das Ende des Windows-10-Supports ernst zu nehmen ist
Ohne Sicherheitsupdates häufen sich bekannte Sicherheitslücken an, die nie geschlossen werden. Für Versicherungen, Auditoren und Compliance-Anforderungen wird der Betrieb nicht unterstützter Betriebssysteme zum Problem. Viele Cyberversicherungen schließen Schäden auf End-of-Life-Systemen aus.
Windows 11 Hardwareanforderungen
Windows 11 stellt höhere Hardwareanforderungen als Windows 10: 64-Bit-Prozessor mit mindestens 1 GHz und 2 Kernen, 4 GB RAM, 64 GB Speicher und ein TPM-2.0-Chip. Letzteres ist der häufigste Stolperstein: Viele ältere Geräte haben kein TPM 2.0. Führen Sie einen Hardware-Audit durch, bevor Sie mit der Migration beginnen.
Migration vs. Geräteerneuerung
Wenn ein Gerät Windows 11 nicht unterstützt, müssen Sie entscheiden: Nachrüsten (falls möglich), weiterbetreiben mit bezahltem Extended Support (teuer) oder das Gerät ersetzen. Die Migration ist eine gute Gelegenheit für einen Hardware-Refresh. Geräte, die älter als vier Jahre sind, lohnen sich häufig nicht mehr zum Aufrüsten.
So planen Sie die Migration
Inventarisieren Sie alle Geräte und prüfen Sie Kompatibilität mit dem PC Health Check Tool. Identifizieren Sie Anwendungen, die möglicherweise nicht mit Windows 11 kompatibel sind. Führen Sie die Migration in Gruppen durch, beginnen Sie mit weniger kritischen Abteilungen und testen Sie Anwendungen vor dem breiten Rollout.
Stand heute: Windows 10 ohne kostenlose Updates
Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Seitdem erhalten Geräte nur noch über das kostenpflichtige Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) weitere Sicherheitskorrekturen. Wer noch Windows-10-Geräte im Einsatz hat, sollte die Umstellung zügig planen, denn ohne Updates werden neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.
Checkliste für die Umstellung
- Inventar: Welche Geräte erfüllen die Hardwareanforderungen (TPM 2.0, unterstützte CPU)?
- Fachsoftware, Druckertreiber und Zusatzgeräte auf Kompatibilität prüfen.
- Daten und Einstellungen vorher sichern.
- Pilotgruppe vor dem breiten Rollout.
- Alte Geräte datenschutzgerecht entsorgen.
Ein typisches Szenario
Ein häufiges Beispiel: In einem Betrieb mit zwanzig Arbeitsplätzen sind zwölf Rechner Windows-11-tauglich, acht nicht. Die tauglichen Geräte werden nach Feierabend aktualisiert, die übrigen schrittweise durch neue Geräte ersetzt, die bereits fertig eingerichtet geliefert werden. Kritisch ist meist ein einzelner Rechner an einer Maschine oder ein älteres Messgerät, dessen Software nur unter Windows 10 läuft. Für solche Fälle braucht es eine bewusste Lösung, etwa Abschottung im Netzwerk oder ein Update der Software.
Was Mitarbeitende wissen sollten
- Die Taskleiste ist zentriert, lässt sich aber nach links verschieben.
- Dateien und Programme bleiben erhalten.
- Druckerverbindungen werden geprüft und bei Bedarf neu eingerichtet.
- Die ersten Tage nach der Umstellung gibt es eine feste Ansprechperson.
- Neue Funktionen wie Fenster-Layouts erleichtern die Arbeit mit mehreren Programmen.
Aufwand realistisch einschätzen
Mit guter Vorbereitung ist der Aufwand pro Arbeitsplatz gering, weil Updates und Einrichtung weitgehend automatisch laufen. Den größten Anteil haben Inventur, Kompatibilitätsprüfung und Sonderfälle. Wer die Umstellung mit einer zentralen Geräteverwaltung verbindet, spart bei jeder künftigen Neuanschaffung erneut Zeit.
Hardware-Voraussetzungen prüfen
Windows 11 setzt unter anderem TPM 2.0, Secure Boot und einen unterstützten Prozessor voraus. Viele Rechner, die vor 2018 gekauft wurden, erfüllen diese Anforderungen nicht. Eine automatische Bestandsaufnahme zeigt schnell, welche Geräte aktualisiert werden können und welche ersetzt werden müssen. Der reguläre Support für Windows 10 ist im Oktober 2025 ausgelaufen. Wer noch Windows-10-Geräte betreibt, sollte den Austausch zügig planen oder für eine Übergangszeit die erweiterten Sicherheitsupdates von Microsoft nutzen.
Kurz zusammengefasst
- Windows 10 erhält seit Oktober 2025 nur noch kostenpflichtige Sicherheitsupdates.
- Hardware und Fachsoftware vorab prüfen.
- Nicht taugliche Geräte planvoll ersetzen.
- Sonderfälle bewusst lösen statt ignorieren.
Fazit
Die Windows-11-Migration ist eine Pflichtaufgabe für 2025. Wer früh beginnt, kann in Ruhe planen, Probleme beheben und Mitarbeitende schulen. Wer wartet, steht kurz vor dem Stichtag unter Zeitdruck.
Häufige Fragen
Können ältere Rechner auf Windows 11 aktualisiert werden?
Nur wenn sie die Mindestanforderungen erfüllen. Viele Geräte ohne TPM 2.0 oder mit älteren Prozessoren werden nicht offiziell unterstützt und sollten ersetzt werden.
Was kostet das Weiterbetreiben von Windows 10?
Erweiterte Sicherheitsupdates sind für Unternehmen kostenpflichtig und werden pro Gerät abgerechnet, mit steigenden Kosten je Jahr. Das lohnt sich meist nur als Übergangslösung.
Wie lange dauert die Umstellung pro Arbeitsplatz?
Mit guter Vorbereitung und automatisierter Einrichtung oft weniger als eine Stunde Ausfallzeit pro Person.
Was passiert, wenn wir Windows 10 einfach weiter nutzen?
Die Geräte funktionieren weiter, erhalten aber ohne kostenpflichtige Verlängerung keine Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben offen, das Risiko steigt mit jedem Monat.
Müssen Programme neu gekauft werden?
In der Regel nicht. Die meisten Programme laufen unter Windows 11 weiter. Bei älterer Branchensoftware sollte die Kompatibilität vorab geklärt werden.
Kann man die Hardware-Prüfung umgehen?
Technisch gibt es Wege, Microsoft unterstützt solche Installationen aber nicht und garantiert keine Updates. Für Unternehmen ist das keine verlässliche Lösung.
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